Am 21. Dezember 2025 war es wieder so weit.
Nach rund sechs Monaten intensiver Planung brach zum vierten Mal die Weihnachtskutsche des Weihnachtsmannes auf, um den Mosbacher Weihnachtsmarkt zu besuchen.
Doch dieses Mal war vieles anders – und vor allem besonders bewegend.
Schon von weitem hörte man sie:
Kinder liefen fröhlich vor der Kutsche her und schlugen im Takt ihre Trommeln.
Ihre Klänge erfüllten die Straßen mit weihnachtlicher Wärme und ließen die Herzen der Menschen höher schlagen. Hinter ihnen rollte die festlich geschmückte Weihnachtskutsche, funkelnd im
Lichterglanz, ein Anblick wie aus einem Märchenbuch.
Gegen 14 Uhr wurden wir jedoch unerwartet überrascht:
Plötzlich stand eine riesige Bühne auf dem Marktplatz.
Leider hatte diese genau den Bereich eingenommen, der eigentlich für die Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer vorgesehen war.
Sie mussten dadurch abseits stehen – etwas, das niemals unser Ziel war.
Das tat uns sehr leid.
Gerade deshalb war für uns sofort klar: Die Kinder abseits der Bühne werden zuerst beschenkt.
Dieser Schritt war uns wichtig, auch wenn sich dadurch unser Zeitplan deutlich verlängerte. Denn Menschlichkeit geht vor Ablaufplänen.
Leider zeigte sich an diesem Tag auch eine andere Seite:
Einige Menschen wollten „absahnen“, drängten nach vorne und stießen sogar Kinder zur Seite, nur um selbst ganz vorne zu stehen. Solche Momente tun weh – denn ihr eigenes Ego war größer als
das Leid der anderen. Dieses Problem ist da, und es wird leider auch bleiben.
Umso dankbarer waren wir, dass wir an diesem Tag auf eine starke
NOK Security zählen konnten. Sie sorgte dafür, dass die Situation nicht eskalierte und dass die
Veranstaltung weiterhin sicher und respektvoll ablaufen konnte.
Trotz allem ließ sich die Weihnachtskutsche nicht von ihrem Weg abbringen.
Am Marktplatz warteten viele Menschen: Kinder mit leuchtenden Augen, Eltern voller Vorfreude, Großeltern – jung und alt, jeder war willkommen. Und viele waren gerührt, denn man spürte sofort:
Hier ging es um mehr als nur ein Fest.
Dann erklang das liebevoll gestaltete Hörspiel, die Geschichte vom Stern, der nicht perfekt war.
Und genau diese Geschichte brachte alles auf den Punkt:
Nicht Geschenke sind das Wichtigste, sondern Nächstenliebe, Respekt und Zusammenhalt.
Es folgten Lieder mit einer starken Botschaft – Lieder über Frieden, Hoffnung und darüber, dass niemand allein sein muss. Die Musik verband alle.
Der Grinch sorgte als besonderer Gast für viele lachende Gesichter.
Die Geschenke wurden verteilt, – und besonders die Kinder im Rollstuhl spürten, dass sie gesehen wurden und im Mittelpunkt standen.
Ein weiterer Herzensmoment war Joachim, der gemeinsam mit seiner Mama auf der Kutsche mitfuhr.
Als er allen schöne Weihnachten wünschte, erinnerte er uns daran, wie wichtig es ist, zufrieden zu sein mit dem, was man hat – und vor allem dankbar für die Gesundheit.
Ein großer Dank gilt allen Sponsoren, Unterstützern und Helfern, die dies möglich gemacht haben.
Danke an alle, die in jeglicher Form geholfen haben.
Es war ein toller letzter Weihnachtstag,
ein wunderschöner 4. Advent
und eine Zeit voller Wärme, Ehrlichkeit und echter Menschlichkeit.
Und eines ist sicher:
Wir werden wiederkommen. Definitiv.
Wir wünschen allen frohe Weihnachten, entspannte Feiertage, einen guten Rutsch ins neue Jahr –
und vor allem viel Gesundheit.